Vor über 30 Jahren löste der Biochemiker Linus Pauling eine kleine Revolution in der Ernährungsmedizin aus: Nach seinen Erkenntnissen können Mikronährstoffe, insbesondere Vitamine, den Organismus vor chronischen Erkrankungen schützen und sogar lebensverlängernd wirken. Mittlerweile wird das von Medizinern und Ernährungsexperten in aller Welt bestätigt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen gewährleistet ist. Aber gerade darin liegt das Problem.

Viele Menschen benötigen mehr Mikronährstoffe – also Vitamine, Antioxydantien, Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren – als sie wissen. Vor allen in Phasen erhöhter geistiger und körperlicher Anstrengung, im Wachstum, während der Schwangerschaft oder auch im Alter ist die optimale Versorgung mit diesen Bausteinen ein grundlegender Faktor für die Gesundheit. Oft wird aufgrund falscher Ernährungsgewohnheiten nicht einmal die Minimalversorgung erreicht. So entstehen Defizite, die langfristig gesehen negative Auswirkung auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben.

Orthomolekulare Medizin

Der menschliche Körper benötigt für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller Organe eine Reihe von Mikronährstoffen. Gemeint sind damit Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren. Die Orthomolekulare Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass Mikronährstoffe in der richtigen Menge und Konzentration den optimalen Gesundheitsschutz bieten und den Körper vor Krankheiten schützen können.

Begründer dieses Therapieprinzips, der amerikanische Biochemiker und zweifacher Nobelpreisträger Linus Pauling, definierte das Wirkprinzip wie folgt:

Die Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderungen der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind. Der Begriff „Orthomolekular“ hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort orthos = richtig und dem lateinischen Wort Molekül = Baustein von Substanzen. Von Linus Pauling wurde 1968 dieser Begriff gewählt, weil er das Therapieprinzip gut verdeutlicht.

In der Orthomolekularen Medizin werden ausschließlich Substanzen genutzt, die sowohl in der Nahrung als auch in unserem Körper ganz natürlich vorkommen. Es handelt sich dabei um Mikronährstoffe. Unser Körper kann die Substanzen allerdings nicht alle selbst herstellen. Sie müssen als Mikronährstoffe regelmäßig in ausreichender Menge aufgenommen werden, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben.

Der individuelle Mikronährstoffzyklus ist von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren abhängig, z.B. Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Alter, Gesundheitszustand und Umwelteinflüssen. Diese Faktoren wirken sich unter Umständen so stark bedarfsteigernd aus, dass die optimale Deckung des Mikronährstoffbedarfs selbst bei gesunder ausgewogener Mischkost oft nicht erreicht werden kann. Mikronährstofflücken sind fast unausweichlich. Ziel der Orthomolekularen Therapie ist es, die Ursachen von Erkrankungen zu vermeiden und zu beheben. Grundlage dafür ist die Aufnahme körpereigener Orthomolekulrer Substanzen in ausreichender Dosierung und sinnvoller Kombination. Die Orthomolekulare Medizin wird im angelsächsischen Raum auch als komplementäre Medizin bezeichnet. Sie wird dort als adjuvante Ernährungstherapie zur Schulmedizin gesehen.

Dosierung Orthomolekularer Substanzen

Die optimale Dosierung einzusetzen, anstatt sich mit der minimalen Dosierung zufrieden zugeben, ist einer der wichtigsten Grundsätze des Orthomolekularen Prinzips. Das bedeutet Vitamine – bis auf A, D und K – in hoher Dosierung anzuwenden, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitaminoide und Antioxydantien ausreichend hoch zu dosieren. Chronische sowie eine Vielzahl ernährungsbedingter Erkrankungen entwickeln sich über einen langen Zeitraum, sie sind daher nicht mit kurzzeitigen therapeutischen Maßnahmen oder zeitlich begrenzten Kuranwendungen in den Griff zu bekommen. Das Gleiche gilt für Beschwerden und Erkrankungen, die von einem lange Zeit hindurch unerkannten Mikronährstoffmangel verursacht wurden. Eine optimale Dosierung mit Orthomolekularen Substanzen lässt sich nur bei regelmäßiger Langzeitanwendung in ausreichend hoher Dosierung erzielen, wie inzwischen zahlreiche Untersuchungen belegen konnten.

In unserer Gemeinschaftspraxis werden Orthomolekulare Substanzen der Firma ORTHOMED eingesetzt und die Patienten entsprechend ihren Krankheitsbildern beraten. Spezielle Beratung für Orthomolekulare Substanzen erhalten Sie bei uns für die Kranheitsbilder der Arthrose, Osteoporose, Stressbewältigung im Sport und den Wechseljahren sowie Nahrungsergänzung für Jugendliche im Wachstumsalter. Unser Praxisteam bzw. die Ärzte der Gemeinschaftspraxis beraten Sie gerne.