Myofasciale Schmerzen – was hilft wirklich?

Die Kombination der Behandlungsverfahren macht´s !

 

Für viele Schmerzzustände, welche die Patienten täglich quälen finden sich keine strukturellen Veränderungen im Körper, die den Schmerz tatsächlich erklären. Wir sprechen dabei von sogenannten unspezifischen Schmerzen. Dies gilt insbesondere für Rückenschmerzen. Darüber ist mehrfach geforscht und wissenschaftlich veröffentlicht worden. Nur in max. 10 – 15% der Fälle finden sich Bandscheibenvorfälle, Entzündungen, Tumore, Knochenbrüche etc. welche die Beschwerden erklären.

Insbesondere bei den Rückenschmerzen wird in 80 – 90% von nicht spezifischen Rückenschmerzen gesprochen, was bedeutet, dass kein gesichertes pathoanatomisches Korrelat für diese Schmerzen besteht. Das heißt Röntgenbilder, Ultraschall, Computer-Tomographie, Kernspin-Tomographie etc. zeigen keine Erklärung. Trotzdem haben die Patienten Schmerzen. Sie haben oftmals Funktionsstörungen im Zusammenspiel der Muskel-, Gelenk- und Bindegewebsfunktion. Auch das vegetative Nervensystem spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wenn Schmerzen im Muskel- und Bindegewebssystem entstehen sprechen wir von myofascialen Schmerzen.

 

Um diesen Patienten helfen zu können bedarf es eines ganzheitlichen Untersuchungs- und Behandlungsansatzes.

Dabei nimmt die Osteopathie eine zentrale Rolle ein, sie ist ein Diagnose- und Therapiekonzept, das auf den Amerikaner Andrew Taylor Still zurückgeht. Hierbei gebraucht der Behandler als Zugang zum Patienten und zur Therapie lediglich seine Hände. Es ist also ein manualmedizinisches Verfahren. Die Osteopathie kann als alleinige Therapie oder auch als Ergänzung zu schulmedizinischen oder auch naturheilkundlichen Therapien durchgeführt werden.

Bei einer Osteopathiebehandlung therapiert man nicht ein einzelnes Symptom. Ziel ist es vielmehr, die Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit herbeiführen, begünstigen oder aufrechterhalten, zu beseitigen. Dem Körper wird so geholfen, seine Gesundheit wiederzuerlangen. Eine Osteopathiebehandlung ist deshalb bei vielen Krankheiten sinnvoll, da diese oft Ausdruck eines gestörten Zusammenspiels der verschiedenen Systeme und Organe des Körpers sind.

Eine ideale Ergänzung zur Osteopathie ist die Neuraltherapie. Auch sie ist ein ganzheitliches Behandlungsverfahren mit den nahezu gleichen Vorstellungen zu Krankheitsentstehung und –entwicklung wie bei der Osteopathie. Die Neuraltherapie wird sowohl im schulmedizinischen Kontext als therapeutische Lokalanästhesie oder Infiltrationstherapie angewandt, als auch als alternativmedizinisches Verfahren in der Neuraltherapie nach Huneke.

 

Die Neuraltherapie nach Huneke besitzt in therapieresistenten Fällen diagnostisch und therapeutisch weitere Möglichkeiten (erweitertes Segment, Störfeld) und hebt sich dadurch von der reinen Infiltrationstherapie ab.

Die Neuraltherapie nach Huneke ist eine moderne Regulationstherapie und eines der bekanntesten Naturheilverfahren. Sie geht auf eine Entdeckung der Gebrüder Ferdinand und Walter Huneke zurück.

Das Ziel der Neuraltherapie ist es, den menschlichen Körper durch Injektion eines lokalen Betäubungsmittels zur Selbstheilung anzuregen. Der menschliche Körper verfügt über erstaunliche Möglichkeiten, sich selbst zu heilen. Ärzte nennen diese Fähigkeit Regulation. Bei vielen akuten und chronischen Erkrankungen ist die Selbstregulation unseres Körpers jedoch überfordert. Die Neuraltherapie ist hier eine teils sehr effektive therapeutische Option und mitunter eine Alternative zur langjährigen Einnahme von Medikamenten. Als modernes Regulationsverfahren beeinflusst die Neuraltherapie alle Regelkreise des Organismus: nerval, hormonell, muskulär, zirkulatorisch und lymphatisch ebenso wie Skelett, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane.

 

Speziell bei orthopädischen Schmerzpatienten sind schmerzhafte Dauerverspannungen der Muskulatur (sog. Triggerpunkte) und auch des Muskelhüllgewebes (der Fascien) ein häufiger Grund der Schmerzen.

Ergänzend zu Osteopathie und Neuraltherapie bietet der Einsatz von Stoßwelle und auch von computergesteuerten mechanischen Impulsen mit dem Spineliner hier ergänzende Möglichkeiten den Behandlungserfolg schneller herbei zu führen oder auch nachhaltiger zu gestalten.

 

Nicht jedes Behandlungsverfahren ist für jeden Patienten geeignet, daher ist die Kombination mit einem Schwerpunkt mal hier und mal da eine Möglichkeit vielen Patienten möglichst optimal zu helfen.

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