Der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) entdeckte am 08.November 1895 in Würzburg eine unsichtbare kurzwellige elektromagnetische Strahlung (Gammastrahlen). Das Wort Röntgen steht seither für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit dieser kurzwelligen elektromagnetischen Strahlung unter Verwendung eines Röntgenstrahlers. Die Bilder werden entweder auf geeignetem Filmematerial (Radiographie) oder mittels elektronischer Sensoren (digitale Radiographie) sichtbar gemacht. Röntgen ist mittlerweile in der Medizin ein weit verbreitetes bildgebendes diagnostisches Verfahren zur Feststellung von Anomalien im Körper. Aktueller Stand der Technik ist digitales Röntgen, wie wir es auch in unserer orthopädisch-unfallchirurgischen Facharztpraxis seit Januar 2006 durchführen.

 

Digitale Radiographie

Digitale Bildempfänger haben einen großen Dynamikbereich und erlauben somit Aufnahmen mit unterschiedlichen Expositionsniveaus, wodurch Über- oder Unterbelichtungen nahezu ausgeschlossen sind. Bei digitalen Radiographiesystemen wird eine Signalnormierung vorgenommen, d.h. es findet eine automatische Optimierung der Bildhelligkeit bzw. Filmdichte unabhängig vom aktuell verwendeten Dosisniveau statt.

 

Vorteilung der digitalen Radiographie gegenüber der Filmfoliendokumentation

  1. Bessere Kontrastauflösung ( Signaloptimierung) mit verbesserter
    Bilddarstellung durch Bildverarbeitung
  2. Lineare Übertragscharakteristik
  3. Wesentlich größerer Dynamikumfang
  4. Kaum Fehlaufnahmen durch Nachverarbeitungsmöglichkeit
  5. Ohne Qualitätsverlust jederzeit reproduzierbare Bilder
  6. Digitale Kommunikation.
    mehrfach Kopien in Originalqualität
    Übertragung von Bildern ( CD, Telekommunikation)
  7. Direkte Verfügbarkeit des Bildes am Monitor auch älterer Aufnahmen
  8. Erhebliche Reduzierung des Platzbedarfes für Archiv

 

Qualitätssicherung

Zur Optimierung des Strahlenschutzes und insbesondere zur Vermeidung unnötiger Röntgenuntersuchungen hat der Gesetzgeber die Röntgenverordnung vom 18.06.2002 in der Neufassung veröffentlicht am 30.04.2003 erlassen. In der Medizin geht es für den Strahlenschutz vorrangig um den Schutz bei der Anwendung am Menschen.

Die Praxisinhaber Dr. E. Hasch und Dr. A. Urban sind Strahlenschutzverantwortliche und Strahlenschutzbeauftragte in einer Person. Beide Ärzte haben neben ihrer Facharztqualifikation die Zusatzbezeichnung Röntgendiagnostik – Skelett am 06.06.2009 erworben. Die Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen ist nur approbierten Ärzten/Zahnärzten mit einer Berufserlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland und mit der Röntgenfachkunde im Teil- oder Gesamtgebiet, die alle 5 Jahre aktualisiert werden muß, erlaubt.

Sie müssen vor jeder Untersuchung unter Abwägung einer möglichen Schädigung durch die Strahlung die erhoffte diagnostische Aussage der Untersuchung als sinnvoll-zumutbar-vertretbar-indiziert beurteilen. Trotz ähnlicher Bildgebung sind als Alternative nicht strahlenbelastende Untersuchungen wie Ultraschall und Kernspin-Resonanz-Diagnostik zu prüfen. Wir als fachkundige Ärzte wählen dabei die geeignete Untersuchungsmethode unter Stellung der rechtfertigenden Indikation zur Vermeidung unnötiger Strahlenbelastung aus. Bei der Stellung der rechtfertigenden Indikation erfolgt eine genaue Anamnese der klinischen Beschwerden durch den Überweiser, zusätzlich Erfragen wir die Strahlenanamnese des Patienten auch in Form eines Röntgennachweisheftes, um unnötige Strahlenbelastung durch Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Bei Frauen in der Generationsphase ist eine evtl. bestehende Schwangerschaft abzuklären sowie das Tragen eines Verkürzungsausgleiches, da Wirbelsäulenaufnahmen bei uns grundsätzlich im Stehen durchgeführt werden.

Unsere Aufzeichnungen umfassen alle Einzelheiten der Untersuchung. Als konstante Daten, die meist über längere Zeit unverändert bleiben, gelten Ort der Herstellung, die Gerätedaten und Standardbedingungen für Untersuchungen wie Abständen bei den Aufnahmen sowie die variablen Daten wie Name des Patienten, Datum, Anzahl der Aufnahmen, Format und Strahlendosis. Die Speicherung und der Datentransfer erfolgt digital nach dem DICOM-Standard. Bei diagnostischen Röntgenmaßnahmen müssen die Daten 10 Jahre für Erwachsene aufgewahrt werden, bei Kindern unter 18 Jahren bis zum 30.Lebensjahr. Mitbehandelnden Ärzten und auf Wunsch auch den Patienten stellen wir gegen Erstattung einer Kostenpauschale Röntgenbilder auf Datenträgern (CD oder Papier) umgehend zur Verfügung. Selbstverständlich stellen wir unseren Patienten auf Wunsch auch Röntgenpässe aus bzw. tragen in die vorhandenen Röntgenpässe unsere durchgeführten Untersuchungen ein.